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HERMES - Technologie im Kampf gegen das Vergessen
EU-gefördertes Ambient Assisted Living Projekt unter der Leitung von CURE

Wien (pts/30.09.2008/10:53) - Mit fortschreitendem Alter leiden wir häufig unter verminderten kognitiven Fähigkeiten - wir vergessen Namen von Personen und Orten, Geschehnisse der Vergangenheit und Dinge die wir erledigen wollen.

Wäre es da nicht toll ein System zu besitzen, welches als externes Gedächtnis dem eigenen auf die Sprünge helfen kann? Beispielsweise ein Gerät, das Gespräche aufzeichnen kann und durch ausgeklügelte Spracherkennung zuordnen kann, wer etwas gesagt hat, worüber gesprochen wurde, ja sogar die dabei auftretenden Emotionen der Teilnehmer messen kann? Teile eines Gesprächs können zu einem späteren Zeitpunkt wieder relevant sein - gut, wenn relevante Inhalte mittels Stichwortsuche zur Auffrischung wieder abgerufen werden können.

Hierbei handelt es sich nur um eine von mehreren Funktionen eines intelligenten Systems zur Unterstützung von Menschen mit eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten. Bestehende Gedächtnishilfen adressieren oft nur einen bestimmten Bereich von Vergesslichkeit. Im Projekt HERMES wurde ein neuer Ansatz gewählt. Das System soll nicht nur als Gedächtnisstütze dienen, sondern den Benutzer durch spezielle Spiele auch aktiv in kognitives Training involvieren. Diese Spiele sind in der Lage zuvor festgehaltene Inhalte einzubeziehen.

Im Projekt HERMES, einem von der EU geförderten Projekt, erfolgt die Koordination durch das in Wien ansässige Center for Usability Research and Engineering (CURE). Das Forschungsunternehmen, das sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Interaktionen zwischen Menschen und Maschinen befasst, hat bereits umfassende Erfahrung als Partner in zahlreichen internationalen Projekten.

Basierend auf intelligenten audiovisuellen und Bedeutungszuweisenden Prozessen sollen die Projektergebnisse eine Kombination von stationären und mobilen Geräten ergeben. Der Fokus liegt dabei darauf Unterstützung und keine Technologieabhängigkeit zu schaffen. "Die Technik hat sich an die Bedürfnisse seiner Benutzer anzupassen und nicht umgekehrt" stellt Univ.Prof.Mag.Dr. Manfred Tscheligi, der Leiter von CURE klar, dass der Mensch im Mittelpunkt steht.

In diesem komplexen Projekt koordiniert das Wiener Forschungsinstitut CURE spezialisierte Partnerorganisationen aus verschiedenen Teilen Europas. Die Entwicklung der notwendigen sensorischen Technologien erfolgen durch Athens Information Technology (GRE), IBM Haifa Research Labs (ISR), Bradford University (UK) sowie TXT e-Solutions (ITA) und die INGEMA Foundation (ESP).

Im ersten Jahr des Projektes wurden bisher von CURE mittels umfangreicher Analysen die Benutzeranforderungen an das System erhoben. Weiters wurde die notwendige technische Infrastruktur für die Benutzertests im Labor in Wien in Betrieb gesetzt. Die ersten Prototypen der Benutzeroberfläche können damit bereits evaluiert und weiterentwickelt werden. Erste wichtige Meilensteine des Systems wie die Gesichtserfassung und -zuordnung (Facetracking) wurden ebenfalls bereits fertig gestellt und werden jetzt in das System integriert.

Eines der ersten Elemente des HERMES Systems ist ein Erinnerungsmodul, eingebaut in ein Mobiltelefon, welches den Benutzer an nicht zu vergessende Dinge erinnern soll. Durch den Einsatz von Sprachanalyse kombiniert mit einem Touch-Screen, wird eine möglichst intuitive einfache Bedienung erreicht. Kleine Tasten und schwer zu lesende Displays, zwei Einschränkungen mit denen ältere Erwachsene oft zu kämpfen haben, werden dadurch eliminiert. Der erste Test eines Geräteprototypen ist gegen Ende diesen Jahres geplant.

Mehr Information finden Sie hier: http://www.fp7-hermes.eu (Ende)



Aussender: CURE - Center for Usability Research & Engineering
Ansprechpartner: Arjan Geven
email: geven@cure.at
Tel. 7435451-14

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