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Bankenkrise treibt Anleger in Scharen zu Gold
Investoren ergreifen Flucht aus riskanten Werten

Anleger flüchten von Aktien zu Gold (Foto: pixelio.de, frager)
Frankfurt (pte/18.09.2008/13:35) - Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers zu Wochenbeginn (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=080915015) und der folgende Kollaps weiterer Häuser hat einen weltweiten Dominoeffekt an den Börsen verursacht. In den Sog der Bankenkrise wurden hauptsächlich Finanzwerte gerissen. Die betroffenen Unternehmen und Investmentbanker stehen reihenweise einbrechenden Kursen ratlos gegenüber. Anleger und Investoren ergreifen die Flucht aus derzeit zu riskanten Titeln hin zur vermeintlich krisensicheren Währung Gold. Das Edelmetall ist neben anderen Rohstoffen bereits erklärter Krisengewinner: In den vergangenen Tagen hat Gold nach einem regelrechten Kursfeuerwerk den höchsten Anstieg seiner Geschichte erlebt.

"Die Geschwindigkeit der Goldkurs-Explosion hat mich überrascht. Auch die Stärke und das Ausmaß des rasanten Anstiegs sind erstaunlich", meint Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst bei der Commerzbank https://www.commerzbank.de, im Gespräch mit pressetext. Grund dafür sei die regelrechte Aversion und Furcht der Anleger gegenüber allen riskanten Aktien. Risiken würden jedoch auch bei Investitionen in Gold bestehen. "Selbst Geldmarktfonds, die als sicherste Anlageoption überhaupt gelten, haben im Zuge der Krise verloren. Eine Anlage ohne Risiko gibt es nicht", unterstreicht Weinberg. Goldkontrakte für Dezember haben gestern, Mittwoch, im nachbörslichen Handel um 11,6 Prozent auf 870,90 Dollar je Feinunze zugelegt. Dabei lag der Preis selbst am Tag der Lehman-Pleite noch auf dem niedrigen Niveau von 770 Dollar. Heute, Donnerstag, kletterte das Edelmetall weiter auf einen Wert von 893 Dollar pro Feinunze.

In Zusammenhang mit den Finanzmarktturbulenzen seien neben Gold auch Investitionen in Öl gefragt. "Ölpreissteigerungen gehen mit dem Anstieg des Goldpreises einher. Der Rohstoff ist ebenso als sicherer Hafen für Anleger zu betrachten", erklärt der Analyst. Im Gegensatz zu dem Edelmetall ist Öl jedoch in erster Linie ein Wirtschaftsgut. Entsprechend werde der Preis bei sinkender Nachfrage schneller fallen als jener von Gold. "Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist bei Gold weniger stark gewichtet", betont Weinberg gegenüber pressetext. Der Preis verfügt noch über Platz nach oben und hat seinen bisherigen Spitzenwert von 1.030,80 Dollar je Feinunze noch nicht erreicht. Das Allzeithoch erlebte Gold im Frühjahr dieses Jahres im Zuge des Kollapses der US-Investmentbank Bear Stearns. (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315

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