Britische Musikindustrie hofft auf Erfolg in Japan
Vertreter von 30 Labels auf Promotion-Tour
London/ Tokio
(pte/21.07.2005/15:50) -
Britische Musikmanager wollen aus dem neu erwachten Interesse an Musik aus Großbritannien in Japan Profit schlagen. Vertreter von 30 Plattenfirmen, darunter auch einige Indie-Labels, machen von 29. Juli bis 4. August eine Promotion-Tour durch Japan, den zweitgrößten Musikmarkt der Welt. Der Verband britischer Plattenfirmen, die "British Phonographic Industry Group", http://www.bpi.co.uk/ will mit der Handels- und Investitions-Regierungsbehörde https://www.uktradeinvest.gov.uk und dem Musik-, DVD-, und Video-Händler HMV http://www.hmv.co.uk zusammenarbeiten, um britische Künstler zu fördern.
Die japanischen Charts werden zwar von heimischem Pop, großteils Boy- und Girl-Bands, dominiert, aber britische Künstler sind gut vertreten. Unter den Album Top 20 finden sich zurzeit Jamiroquai, Coldplay und die Gorillaz. Oasis ist kürzlich als Nummer eins in die Charts eingestiegen. Während Kanada, die USA, Frankreich und Finnland ihre Bands in Japan schon lange aktiv vertreten, hat sich Großbritannien bislang zurückgehalten. Nun erkennt die Musikbranche das Potenzial des japanischen Marktes und peilt die Kernzielgruppe der unter 25-Jährigen an.
HMV will britische Musik in 50 Kaufhäusern mit Gratis-Magazinen und Samplern mit den aktuellen Hits britischer Künstler bewerben. Einige Bands, darunter die Kaiser Chiefs (Bild), sollen in den Einkaufszentren auftreten. Peter Chapman von HMV Japan: "Die aktuellen britischen Bands sind in Japan sehr gefragt." Die Promotion-Aktion soll sich mit den zwei größten japanischen Festivals überschneiden, dem "Fuji"- und "Summer Sonic"-Festival, bei denen über 30 namhafte britische Künstler auftreten werden.
Die Delegation der britischen Plattenfirmen wird gemeinsam mit Vertretern von Japans Musik-Industrie neue Verkaufsstrategien diskutieren. Geplant ist, die Musik vor allem per DVDs, Videos und Fernsehen bekannt zu machen.
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