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pte050114004 Medien/Kommunikation, Produkte/Innovationen |
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Kraft ändert Werbelinie für Kinder
Gesündere Produkte sollen verstärkt beworben werden
New York
(pte/14.01.2005/08:30) -
Der Lebensmittelkonzern Kraft Foods http://www.kraft.com schlägt im Bereich der Nahrungsmittelwerbung für Kinder unter zwölf Jahren in den USA eine neue Richtung ein. Dadurch soll das Konzernimage bei Eltern und "Gesundheits-Fanatikern" verbessert werden, die sich um die Ernährungsgewohnheiten ihrer Sprösslinge Sorgen machen. Diese Entscheidung kann auch einen wesentlichen Einfluss auf die restliche Lebensmittelindustrie haben, das eigene Marketing zu ändern. Kraft will künftig keine TV-, Print- und Radio-Werbung mehr für einige Produktlinien machen, die sich bis dato direkt an die Zielgruppe der Sechs- bis Elfjährigen gerichtet haben. Werbeeinschaltungen für Snacks bei anderen Zielgruppen sollen jedoch bestehen bleiben. http://www.kraft.com/newsroom/01122005.html
Medienexperten bezweifeln die Sinnhaftigkeit dieses Schritts, denn genügend Kinder schauen auch die Programme der Prime-Time und David Lettermann, wo weiterhin Werbung für diese Produkte läuft. Psychologen bewerten diese Vorgangsweise auch als "Mini-Schritt" des Konzerns. Adäquat sei ein Ende der Verwendung von Cartoon-Charaktern beim Marketing von Kinder-Nahrung.
Andere Lebensmittelkonzerne zeigen sich von der Kraft-Ankündigung wenig beeindruckt. Eine Unternehmenssprecherin von Coca-Cola teilte mit, dass das Unternehmen seit 50 Jahren seine Softdrinks nicht bei Kindern promotet. Bei Nahrungsmittelkonzern Kellogg würde seit jeher eine dem Alter der Zielgruppe entsprechende Sprache verwendet werden.
Die Veränderungen bei Kraft betreffen eigene Produkte, die drei Mrd. Dollar und zehn Prozent der jährlichen Umsätze ausmachen. Der Konzern will künftig gesündere Lebensmittel bei jungen Kindern promoten, die jedoch einem genauen Kriterienkatalog entsprechen müssen. Kraft steht mit jährlich 90 Mio. Dollar im Bereich des Lebensmittel-Marketings bei Kindern hinter General Mills (167 Mio. Dollar) und Kellogg (120 Mio. Dollar) an dritter Stelle.
(Ende)
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