Corvette-TV-Spot aufgrund massiver Proteste abgesetzt
Madonna-Ehemann inszenierte zu rasante Sportwagen-Werbung
Los Angeles
(pte/27.08.2004/10:40) -
Der Autokonzern General Motors (GM) hat einen aktuellen US-TV-Spot für die Corvette von Chevrolet absetzen müssen, so die Los Angeles Times http://www.latimes.com. Der Grund dafür waren zahlreiche Beschwerden seitens Konsumenten und Interessengruppen, die den Inhalt des Spots massiv verurteilen. In der Werbung wird ein Zehnjähriger gezeigt, der in seinen Träumen mit einer Corvette zu den Klängen von "Jumpin Jack Flash" durch die New Yorker Innenstadt rast. Ausgestrahlt wurde der Spot zur Prime Time während Übertragungen der Olympischen Spiele. Regie führte Guy Ritchie, Ehemann der Pop-Ikone Madonna, der sonst eher im Bereich der Feature-Films tätig ist. Vor einigen Jahren hatte er aber bereits einen Spot für BMW gedreht.
Im Corvette-Spot wird trotz des rasanten Inhaltes ausdrücklich seitens des Autoherstellers betont, dass Fahrer des Autos einen Führerschein besitzen müssen und grundsätzlich Vorsicht beim Fahren geboten ist. Kritiker des Spots dürfte dies nicht wirklich beeindruckt haben. Eine Sprecherin von GM erklärt die Absetzung der Werbung aufgrund des negativen Feedbacks. Experten meinen auch, dass die Zielgruppe nicht angesprochen wird, da der Käufer einer Corvette durchschnittlich 53 Jahre alt ist und sich jüngere Generationen den 44.000 Dollar teuren Sportwagen meist nicht leisten können. GM gab vergangenes Jahr alleine in den USA rund acht Mio. Euro nur für Corvette-Werbungen aus.
(Ende)
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