VeriSign-Klage vom Richter abgelehnt
Bis 7.Juni kann Einspruch erhoben werden
Los Angeles
(pte/19.05.2004/16:08) -
VeriSign http://www.verisign.com, dem US-Verwalter von Domains, ist es nicht gelungen, seine Kartellklage gegen die ICANN http://www.icann.org zu gewinnen. Howard Matz, US-Bezirksrichter, hat VeriSign bis zum 7. Juni Zeit gegeben, die Klage erneut einzureichen, wie das Wall Street Journal heute, Mittwoch, berichtet. Bei der Klage war es um VeriSigns Suchmaschine Site Finder gegangen.
VeriSign hat im Februar die "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers", ICANN, den US-Registrar, verklagt. ICANN hatte VeriSign verboten, seinen Site Finder weiterhin zu verwenden. Site Finder leitet inexistente .com- oder .net-Domains automatisch auf die VeriSign-Homepage weiter, und schlägt dort weitere Schritte vor. Site Finder hat einige SPAM-Filter deaktiviert und Suchmaschinen haben nicht mehr optimal funktioniert, daraufhin hat die ICANN die Seite verboten. pte berichtete http://www.pte.at/pte.mc?pte=040227012.
Richter Matz hatte auch beanstandet, dass die Anklagepunkte von VeriSign äußerst vage seien. "Wir werden unsere Klage dahingehend ändern, dass sie den Richtlinien, die das Gericht verlangt, entspricht", teilte der VeriSign-Anwalt Ronald L. Johnston mit. Der Chefberater der ICANN freute sich über den "für uns bestmöglichen Ausgang der Verhandlung".
Matz entschied nur über die Kartellklage, fünf weitere Klagen hat er auf später verschoben. Es handelt sich hierbei vor allem um Vertragsverstöße. Das Gericht könnte seine Gerichtsbarkeit verlieren, sollte VeriSigns neuerliche Klage abgelehnt werden. In diesem Fall würden die Verhandlungen auf ein Gericht des Staates Kalifornien verlegt.
(Ende)
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