CSFB streicht weitere Stellen
1.750 Mitarbeiter oder sieben Prozent der Belegschaft werden abgebaut
New York
(pte/08.10.2002/17:05) -
Die Credit Suisse First Boston (CSFB) http://www.csfb.com, Investmentbank-Tochter der Credit Suisse Group, setzt ihre Personal-Radikalkur fort. Wegen der andauernden Wirtschaftsflaute und der Stagnation bei globalen Mergern sollen 1.750 Mitarbeiter, das entspricht sieben Prozent der Belegschaft, abgebaut werden. CEO John Mack kündigte diesen Einschnitt in einem E-Mail an die Belegschaft an, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) und die "Financial Times" heute, Dienstag, berichten. Mit diesem Schritt will die finanziell schwer angeschlagene CSFB die Kosten um rund 500 Mio. Dollar kürzen. Mack hatte in seiner kurzen Zeit als CEO, er bekleidet das Amt seit Juni 2001, bereits den Abbau von 4.400 Stellen angekündigt.
Die Credit Suisse hatte erst vor kurzem mitgeteilt, dass das Wertpapiergeschäft im dritten Quartal in die Verlustzone rutschen werde. Die Gruppe selbst wird laut Analystenmeinung einen Verlust von rund 670 Mio. Dollar einfahren. Auch die Börsenperformance der Schweizer Grossbank gestaltet sich allles andere als rosig. Die Aktien der CS-Group stürzten in diesem Jahr bereits um 70 Prozent ab, die schwächste Vorstellung aller europäischen Großbanken. "Wir sind gezwungen harte Maßnahmen zu ergreifen", so Mack der erst seit kurzem Co-CEO der CS-Group ist (pte berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=020919025 ). "Die härteste davon ist eine weitere Personalreduktion."
Erst am Montag war bekannt geworden, dass JP Morgan bis zu 4.000 weitere Stellen abbauen will (siehe pte: http://www.pte.at/pte.mc?pte=021007038 ). Auch hier ist vor allem das Investmentbanking betroffen: In der Sparte soll rund ein Fünftel der Mitarbeiter gehen. Die Bank betonte allerdings, dass noch keine endgültigen Zahlen feststünden. Insgesamt haben die US-Investmenthäuser seit Jahresende 2000 rund 32.300 Jobs gestrichen. Das sind laut Berechnungen des WSJ 8,8 Prozent der Mitarbeiter. Sämtliche Wall-Street-Unternehmen haben in den vergangenen 18 Monaten 54.000 Stellen gestrichen. Der Wert der Firmenzusammenschlüsse in diesem Jahr liege bislang bei insgesamt 351 Mrd. Dollar. Das sind 43 Prozent weniger als im Vorjahr, wo noch Transaktionen im Wert von 616 Mrd. Dollar umgesetzt wurden. Auch im Geschäft mit Börsengängen sei noch immer keine Erholung in Sicht.
(Ende)
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