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Terroranschläge färben Münchener-Rück-Bilanz tiefrot
Q3: Konzernverlust nach Steuern beträgt 1,21 Mrd. Euro
München
(pte/29.11.2001/17:06) -
Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Munich Re) http://www.munichre.com/index_d.html ist auf Grund der Terroranschläge in den USA im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Konzernverlust nach Steuern ist auf 1,21 Mrd. Euro gestiegen, teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, mit. Damit liegt das Ergebnis im Rahmen der Analystenerwartungen. Dem Milliardenverlust im Berichtszeitraum stehe jedoch ein leichter Konzernüberschuss in den ersten neun Monaten des Jahres gegenüber. Ungeachtet des zweistelligen Umsatzwachstums werde das Ergebnis für das Gesamtjahr gegenüber 2000 jedoch deutlich zurückgehen. Für das kommende Jahr zeigte sich der größte Rückversicherer der Welt jedoch zuversichtlich.
Ohne die Belastungen durch die Terroranschläge, die das Unternehmen nach wie vor mit 2,1 Mrd. Euro beziffert, hätte die Munich Re im dritten Quartal einen Gewinn von 250 Mio. Euro erzielt. Neben den Folgen der Anschläge habe auch der Rückruf des Bayer-Medikaments Lipobay das Ergebnis gedrückt. Der Umsatz sei dennoch um mehr als 20 Prozent auf 8,8 Mrd Euro gestiegen. In den ersten neun Monaten lag der Überschuss bei 85 Mio. Euro. Damit haben sich die Befürchtungen der Marktbeobachter nicht bewahrheitet, die auch das Neunmonatsergebnis durch die hohen Schadensschätzungen stärker belastet gesehen hatten. Ohne die Terrorfolgen hätte die Münchener Rück nach eigenen Angaben einen Gewinn von 1,5 Mrd. Euro ausgewiesen. Der Umsatz stieg von Januar bis September um 14,7 Prozent auf 25,8 Mrd. Euro.
Im laufenden Geschäftsjahr werde das Konzernergebnis zwar zurückgehen, wegen Sondereffekten aber voraussichtlich positiv ausfallen, sagte Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schinzler. Allein durch die schnellere Bewertung der Beteiligung an der Allianz werde ein positiver Effekt von 550 Mio. Euro erwartet. Für 2001 rechnen die Bayern mit einem Umsatzwachstum von zehn Prozent auf 34 Mrd. Euro. Im nächsten Jahr erwartet Schinzler wegen der verbesserten Marktbedingungen einen "kräftigen Umsatz- und Ergebnisschub". (ddp/os)
(Ende)
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